Die Weichen stellen

… für neue und innovative Ansätze in der beruflichen Bildung. Mit den Projektzielen von UpTrain setzen wir moderne Impulse. Wir wollen die Branche zum einen auf die technischen Herausforderungen der Zukunft vorbereiten, zum anderen aber auch für Mitarbeitende und potenzielle Mitarbeitende attraktiv machen.

Erfahren Sie hier, welche Bedeutung das Projekt für die Branche hat, aus wem sich das Projektteam zusammensetzt, und welche Schritte wir während der Umsetzung von UpTrain gehen. Darüber hinaus zeigen wir Ihnen, was unsere Fortbildungen ausmacht und was es mit der Bildungsberatung, den Lernortkooperationen und unserem digitalen Lernen auf sich hat.

Bedeutung für die Branche

Etwa 170 000 Personale müssen die Verkehrsunternehmen bis 2030 gewinnen. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung und auch die Verantwortung der Branche stetig zu. Mit dem Klimawandel und der Verkehrswende vor Augen kommen in den nächsten Jahren sowohl im klassischen technischen Bereich als auch auf strategischer Ebene der gesamten Branche neue Herausforderungen auf uns zu. Dafür müssen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fit gemacht werden. Im Projekt entwickelt die VDV-Akademie zusammen mit Verkehrsunternehmen, Hochschulen und Industrie ein praxisnahes Qualifizierungsmodell, das unsere Mitarbeitenden auf die Herausforderungen von Morgen vorbereitet.









Das Projektteam

Das Projektteam repräsentiert die Kompetenz und die Ziele des Projekts: Neben vier Verkehrsunternehmen arbeiten vier Hochschulen gemeinsam im Verbund. So verbinden wir optimal Praxisnähe, Forschung, Innovation sowie Durchlässigkeit zwischen dem akademischen und beruflichen Bildungsweg. Mitstreitende sind neben der VDV-Akademie als koordinierende Institution weitere acht Partner. Die Verkehrsbranche ist vertreten durch die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB), die Rheinbahn, die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) und die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF). Von wissenschaftlicher Seite sind die Hochschule Bochum, die Bergische Universität Wuppertal sowie die Hochschule Darmstadt und die Frankfurt University of Applied Sciences dabei. Zudem beteiligen sich zahlreiche Kooperationspartner aus der ganzen Branche sowie Gewerkschaften, politische Akteure, DIHK, IHK und ein Projektbeirat an der konzeptionellen Gestaltung und operativen Umsetzung.


Verbundübersicht (PDF)

Umsetzung

Angesichts unserer ehrgeizigen Projektziele muss innerhalb von vier Jahren Projektlaufzeit viel geschehen. Die erste Projektphase steht ganz im Zeichen der Konzeption. In unterschiedlichen Arbeitsgruppen erarbeitet das Projektteam, bestehend aus Verkehrsunternehmen und Hochschulen, ein Konzept für die Bildungsberatung. Zentrale Fragestellungen sind hier: Wie kann man branchenferne Fachkräfte für uns begeistern? Aber auch: Wie bieten wir bestehenden Personalen eine branchenspezifische Weiterbildung und langfristige Karrieren?

Für die Entwicklung der neuen Berufsbilder haben wir unterschiedliche Instrumente der Bedarfsanalyse angewendet, um zukünftige Aufgaben, Tätigkeitsbereiche und Kompetenzen zu analysieren, die in den Verkehrsunternehmen heute und morgen benötigt werden. Anhand dessen haben wir mit der IHK Köln zwei neue Fortbildungen auf Fortbildungstufe 1 und Fortbildungstufe 3 konzipiert.

In der Umsetzungs- und Erprobungsphase des Projekts haben wir die Möglichkeit, die Beratung und die Fortbildungen umzusetzen und zu erproben – alles evaluativ begleitet. Zum Ende der Projektlaufzeit werden die Angebote für die gesamte Branche geöffnet und verstetigt.

Unsere Meilensteine (PDF)

Die Fortbildungen

In dem Projekt sind zwei neue gewerblich-technische Fortbildungen mit IHK-Abschlüssen entwickelt worden. Um diese möglichst praxisnah und bedarfsgerecht zu gestalten, wurde insbesondere die erste Hälfte des Jahres 2021 dafür genutzt, Bedarfe einzuholen – via Fragebögen, Workshops, Fachgespräche und Arbeitsgruppen. Anhand dieser Bedarfsdaten wurden zwei neue Berufsbilder gestaltet: der Geprüfte Berufsspezialist / die geprüfte Berufsspezialistin für Elektronik Mobilität auf Fortbildungsstufe 1 und der Master Professional in Technologischen Innovationsstrategien Mobilität auf Fortbildungsstufe 3. Die Fortbildung auf Stufe 1 hat die technischen Schwerpunkte Kraftomnibusse, Schienenfahrzeuge und Leit- und Sicherungstechnik. Die Fortbildung auf Masterniveau vermittelt Inhalte zu technischen Innovationen, Datenmanagement und Handlungskompetenzen auf strategischer Unternehmensebene.

Die Bildungsberatung

Um Fachkräfte für die Branche zu begeistern und langfristig zu halten, wird eine unabhängige Bildungs- und Karriereberatung konzipiert. Sie soll Beschäftigten helfen, sich vielseitig innerhalb der Branche zu orientieren und Anlaufstelle für Studienzweifelnde aus Studiengängen mit Mobilitätsbezug sein. Damit werden Karrierewege in unserer Branche sichtbarer gemacht. Außerdem werden Ratsuchende bei ihrer Orientierung und Entscheidungsfindung zu persönlichen beruflichen Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten gestärkt. Im Kontext der Erprobung der Fortbildungen auf den Stufen 1 & 3 wird das entwickelte Konzept erstmalig angewendet. Im weiteren Projektverlauf werden die Möglichkeiten einer Verstetigung und Ausweitung des Konzepts evaluiert und diskutiert, um das Angebot nach Projektende der ganzen Branche zugänglich zu machen.


Lernortkooperationen

An bestimmten Punkten der Fortbildungen werden Besichtigungen, Diskussionen und Projektarbeiten an verschiedenen Orten oder Institutionen der Verbund- und Kooperationspartner des Projektes durchgeführt. Teil einer Lernortkooperation müssen mindestens zwei Lernorte sein. Es kann sich hierbei um zwei Unternehmen, ein Unternehmen und eine Hochschule oder auch um ein Unternehmen und einen Industriezulieferer handeln.
Als Lernorte in Unternehmen können zum Beispiel Betriebshöfe, Werkstätten, Leitstellen, Fahrzeuge oder Stellwerke in Frage kommen.

Als Lernorte an Hochschulen kommen Hörsäle, Seminarräume, Laborräume, Versuchsstätten oder auch Räumlichkeiten mit technischen Geräten in Frage. Als Lernorte bei Industriezulieferern kommen Werkstätten, Produktionsräume, Teststätten oder auch Planungsbüros in Frage.

Dabei können auch heterogene Lerngruppen entstehen, die an Lernorten, beispielsweise mit Studierenden der Hochschulen, zusammenkommen, um zusammen zu lernen.

Digitales Lernen

Bei UpTrain verbinden wir klassische Lehre und digitales Lernen durch unser Blended-Learning Konzept: Digitale und Präsenzphasen sind gezielt methodisch miteinander verzahnt, sodass unsere Teilnehmenden das Beste aus beiden Lernformaten erleben können. Durch Web-Based Trainings (WBTs) holen wir die Lernenden über praxisnahe und unterhaltsame Inhalte ab. Die WBTs werden selbstständig gelöst und in der Vor- bzw. Nachbereitung des Unterrichts in Präsenz oder im virtuellen Klassenraum gemeinsam mit Lernbegleitungen besprochen. Mit den von UpTrain bereitgestellten Tablets können die digitalen Lerneinheiten zeitlich und örtlich flexibel bearbeitet werden. Gebündelt werden alle Bestandteile des digitalen Lernens in unserer Learning Experience Plattform (LXP), die an anstehende Veranstaltungen erinnert, den individuellen Lernpfad aufzeigt, weiterführende Inhalte bereitstellt und zum Austausch mit den anderen Teilnehmenden der Fortbildung anregt. Begleitet wird das digitale Lernen von unserer E-Mentorin, die die Teilnehmenden von Anfang an bei allen Fragen rund ums Digitale unterstützt.
Unsere Qualitätskriterien (PDF)